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„Delayed Gratification“: Die Letzen werden die Ersten sein

„Last to breaking news“ lautet der Claim meines neuen Lieblingsheftes aus London, das ich Euch an dieser Stelle  in einem kleinen Video vorstellen möchte. Ein Indie-Magazin auf Papier vom Allerfeinsten: klein, und doch ganz groß. 

Manchmal bin ich es wirklich leid, beim Lesen immerzu scrollen oder klicken zu müssen. Dann freue ich mich, endlich mal wieder – ganz old-school-mäßig – ein schönes, schweres, holzig riechendes Magazin aus Papier in Händen zu halten. Mir geht geradezu das Herz auf, wenn es sich dann auch noch um ein liebevoll gemachtes Indie-Magazin handelt, wie es beispielsweise „Delayed Gratification“ aus London ist. Seine Macher haben sich dem sogenannten „Slow Journalism“ verschrieben, den ich während meiner Zeit als Redakteurin bei GEO in gewisser Weise ja auch praktiziert habe. Die Kollegen in London brüsten sich nur viel offensiver damit, immer als die Letzten an Ort und Stelle zu sein:

„Last to breaking news!“

Gründliche und nachhaltige Recherchen machen ihre Geschichten aus – eine Wohltat im Zeitalter der permanenten Informationsflut, in dem Nachrichten meist nur noch aus 140-Zeichen-Tweets, alarmistischen Listicles, Livetickern und knappen Videobotschaften ohne Ton in der persönlichen Timeline zu bestehen scheinen. Und weil ich die Idee, relevante Themen erst drei Monate nach allen anderen aufzubereiten, so großartig konsequent finde und weil das alles auch noch schön aussieht, widme ich „Delayed Gratification“ ein You Toube Video.

Übrigens findet vom 2.-3. September in Hamburg 2016 das Independent Magazine Festival gepaart mit einer Konferenz zum Thema statt, gefolgt von dem „Indiemagday“ am 4. September. Ich werde auf jeden Fall versuchen, vorbei zu schauen, allein, um mich mit neuem Material einzudecken!

 

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